Bericht: Die Uni Duisburg-Essen präsentiert... Java, 18.02.2010

Die Universität Duisbug-Essen ist seit einem halben Jahr Gastgeber der Java User Group Essen. Am 18.02. war nun die Uni Essen mit drei Vorträgen bei uns zu Gast.
Die Universität Duisburg-Essen
Die Universität Duisburg-Essen (UDE) liegt inmitten der dichtesten Hochschullandschaft Europas. 2003 errichtet, gehört sie zu den zehn größten deutschen Universitäten. Entstanden ist sie aus einer Fusion der Vorgängereinrichtungen, den 1972 gegründeten Universitäten-Gesamthochschulen Duisburg und Essen. Die Zwei-Campus-Hochschule im Zentrum des Rhein-Ruhr-Raumes verfügt über ein breites, international ausgerichtetes Fächerspektrum. Es reicht von den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften über die Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Ingenieur- und Naturwissenschaften einschließlich der Medizin. Z.Z. sind über 30.000 Studenten eingeschrieben.
Die Zukunft eingebetteter System - Ubicomp
Den Anfang machte Prof. Dr. Schmidt vom Lehrstuhl für Pervasive Computing und User Interface Engineering. Er gab einen Überblick, mit welchen Anforderungen Entwickler zu rechnen haben, wenn dank stetig fallender Hardwarepreise und immer weiterer Miniaturisierung Computer bzw. intelligente Chips überall vorhanden sein werden. "Ubiquitous Computing" wird bald selbstverständlich sein; ob dies nun immer sinnvoll ist oder nicht. Für diese allgegenwärtige Hardware muss allerdings auch Software erstellt werden, die dadurch immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Java kann dabei eine große Rolle spielen (vernünftiges Marketing vorausgesetzt...), so dass diese Sprache wieder dort ankommen könnte, wo sie Mitte der 90er einmal begonnen hatte. Mit JavaME können Entwickler sich schon heute vorbereiten; als Plattform gibt es mehr als genug preiswerte Smartphones auf dem Markt!
Mehr über die Arbeit von Prof. Schmidt findet man in seinem Blog
Webentwicklung im Browser
Mit den Möglichkeiten des Designs von Java-basierter Software beschäftigte sich der Vortrag von Benjamin Kersten vom Lehrstuhl Spezifikation von Software-Systemen. Er zeigt einen Ansatz zur Bearbeitung von Web-Anwendungen mit Java-Server-Faces im Webbrowser. Jeder Entwickler, der mit JSF/JSP arbeitet, kennt das Problem, dass die Anwendung im Browser getestet werden muss und dort die Verknüpfung mit dem Quellcode verlorengeht. Der Umweg über das Servlet-Debugging ist auch nicht wirklich angenehm. Benjamins Ansatz: Mit Hilfe von Aspekten werden Meta-Informationen in die erstellten HTML-Dokumente eingewebt, die mit Hilfe eines Firefox-Plugins ausgewertet werden können. Sie können in einem eigenen Browser-Bereich angezeigt werden, und Eigenschaften können dynmaisch verändert werden. Den Weg zurück in den Quellcode finden die Änderungen durch ein entsprechendes Eclipse-Plugin.
Benjamin Kersten erklärte, dass es sich vor allem um eine Machbarkeitsstudie handelt und es noch lange bis zu einem ausgereiften System wäre. Insbesondere die unterschiedlichen Implementierungen von JSF vereiten Schwierigkeiten, so dass Aspekte wahrscheinlich nicht die endgültige Lösung sein können.
Serviceorientierte Architektur für eingebettete Systeme - SOAHarbor
Zum Abschluss präsentierte Tim Jonischkat das Studienprojekt "SOAHarbor" des Lehrstuhls Software Systems Engineering. Hier wurde eine Serviceorientierte Architektur für eingebettete Systeme entwickelt, in der diverse Java-basierte Projekte wie der Enterprise Service Bus Mule Verwendung finden.
Es war sicher nicht leicht, LEGO Mindstorms-Robots diese Technologie beizubringen, aber das präsentierte Video zeigte, was möglich ist: Eine komplette Verladestation mit Hebebühne, Transportband, Verladeroboter und Anschluss an die Hafen-Logistik-EDV.
Das Video ist im Blogspot der Arbeitsgruppe zu sehen.
Zusammenfassung
Die drei Vorträge gaben einen interessanten Einblick in die Arbeit der Informatik-Institute in Essen, und vielleicht auch eine Ahnung, wohin es mit Java in Zukunft gehen wird. Georg Sendt hat wieder alles gefilmt; es wird noch einige Tage dauern, bis wir hier auch die Videos zeigen können.
Sponsor des Abends war - wie immer - das Linuxhotel in Essen.





